„Die Gesamtschule hat nur noch wenige Freunde“: Mit dieser Schlagzeile der Soester Lokalzeitung aus der Zeit der Schulgründung begann der Didaktische Leiter Christian Neuhaus die Vorstellung des Programms des ersten großen Ehemaligentreffen an der Gesamtschule – und das Gelächter der zahlreichen Besucherinnen und Besucher widerlegte die Schlagzeile eindrucksvoll: Nach 30 Jahren kann die Gesamtschule, deren Gründung einst nur mit einer hauchdünner Mehrheit im Stadtrat beschlossen worden war, auf eine absolute Erfolgsgeschichte zurückblicken. Im aktuellen Schuljahr begeht die Hannah-Arendt-Gesamtschule mit verschiedenen Events ihren 30. Geburtstag. Diejenigen, die während dieser Zeit die Schule besucht haben, wurden über Social Media, Mund-zu-Mund-Propaganda, Plakate und die lokalen Medien eingeladen. Erwartet wurden rund 300 Ehemalige, doch am Ende waren es mehr als 400 Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Mitglieder der Gründungsinitiative, des Fördervereins Reformschule Soest e.V., die bei herrlichem Sonnenschein nicht nur in der festlich gestalteten Mensa, sondern auch auf dem Schulhof die Erinnerungen an ihre Zeit an der Soester Gesamtschule lebendig werden ließen.
Besonders freuten sich die Organisatoren darüber, dass auch einige der Gründungsväter und -mütter der Schule anwesend waren, die sich mit dem Förderverein Reformschule Soest e.V. für die Einrichtung der ersten Gesamtschule im Kreis Soest eingesetzt hatten. Ihre innovativen pädagogischen Ideen prägen auch heute noch im Wesentlichen das Leitbild der Hannah-Arendt-Gesamtschule. Schulleiterin Kerstin Haferkemper stellte in ihrer Begrüßung einige dieser Bausteine vor und freute sich, dass so viele Ehemalige ihre Schulzeit offensichtlich in guter Erinnerung behalten haben und in ihre alte Schule zurückkehrten.
Nach diesem gemeinsamen Auftakt bestand für alle Gelegenheit, beim Wiedersehen mit alten Klassenkameradinnen und -kameraden und den ehemaligen „Paukern“ Erinnerungen auszutauschen und zu erfahren, wohin die Lebenswege sie geführt haben. (Die mit Abstand weiteste Anreise hatte übrigens Lehrerin Katharina Milke, die extra aus Namibia angereist war!) In der Mensa wurden alte Fotos betrachtet und gemeinsam in der Fotobox neue Erinnerungen festgehalten. Ein Fotograf fertigte zudem für eine Kunstaktion 30 Portraits von Ehemaligen an, die beim Frühlingsfest im März in Form einer Ausstellung präsentiert und dauerhaft in der Schule ausgestellt werden sollen.
Die angehenden Abiturienten und Abiturientinnen der Q2 und das Cocktailteam sorgten für das leibliche Wohl.
Viele Ehemalige begaben sich auch auf Spurensuche in ihren alten Klassenräumen. Bei den Führungen mit aktuellen Lehrkräften entdeckten sie zugleich, wie sich die Schule im Lauf der letzten Jahre weiterentwickelt hat. Viele zeigten sich von den neuen Räumen und deren Ausstattung begeistert.
Das Feedback am Ende der Veranstaltung war überwältigend positiv: Die Organisation des Festes wurde sehr gelobt und für alle war klar, dass dieses erste große Ehemaligentreffen definitiv nicht das letzte gewesen ist.
Die Taskcard zum Ehemaligentreffen ist hier weiter geöffnet und lädt alle Ehemaligen ein, ihre Erinnerungen, Bilder und guten Wünsche für ihre alte Schule dort zu hinterlassen.





