Am Weltbuchtag sollte alles ganz anders sein – und das war es auch. Der Kinder- und Jugendbuchautor Hermann Mensing las aus seinen Werken – d.h. eigentlich nur aus einem: „Abends am Strand“. Ein Junge verliebt sich zum ersten Mal – und muss das Mädchen, von dem er träumt, erst einmal finden. Dass er ein halber Schwarzer ist – ein Kartoffelkopfnigger, wie sein türkischer Freund ihn schimpft – macht die Sache nicht einfacher. Die „freundlichen“ Worte, die diese beiden Jungen füreinander finden und das offene Interesse an Sex brachten die Fünftklässler doch sehr zum Kichern.
Aber das war noch lange nicht alles. Zwei Klassen konnten sich die Ritter’sche Buchhandlung genauer ansehen, Fragen stellen, an einer Schnitzeljagd teilnehmen und obendrein bekamen sie auch noch ein Buch mit Abenteuergeschichten geschenkt. Jetzt wissen sie ziemlich gut Bescheid – z.B., was Bücher so kosten oder wiegen können, wie viele auf ein Regal passen, wie alt sie sind usw. (Die beiden anderen Klassen mussten auf diese Aktion noch ein bisschen warten).
Eine Klasse besuchte die Stadtbücherei und machte sich mit deren Angebot vertraut. Auch dort war viel eigene Initiative erforderlich.
Den ganzen Tag über konnten Schüler die Schulbibliothek besuchen, wo Frau Vogt ein paar besonders schöne und lustige Bücher ausgestellt hatte, wo man endlich einmal in Ruhe Antolin ausprobieren oder auch einfach nur stöbern und schmökern konnte.
Auch in unseren Klassen und Fluren wurde einiges angeboten: Schüler konnten ihre Lieblingsbücher vorstellen, ein Bücher-Quiz lösen oder eines zur Geschichte des Buchdrucks, sie konnten Rätsel lösen oder Geschichten schreiben, auch für den Wettbewerb der Stiftung Lesen: Einem Schatz auf der Spur.
Am Nachmittag gab es außerdem noch ein Angebot, bei dem verschiedene Unterhaltungstexte für den Klassengebrauch entstanden – diese Rätsel, Witze und Geschichten warten noch auf Überarbeitung.
Zum Drucken oder Schönschreiben mit Federn reichte die Zeit einfach nicht mehr aus.
-mk